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- www.didgeman.de - Torsten Höpfner - ©
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Ich werde des öfteren gefragt, woran
man denn nun ein gutes Didgeridoo erkennt. Oder, ob es sich bei
diesem oder jenem Didgeridoo um ein Original handelt. Oder:"
Welcher Ton ist denn das, wie erkenne ich ihn?"
Hierfür habe ich nun diese Seite erstellt und versuche mal das
eine oder andere zu vermitteln. Die Tonlage durch hören zu
erkennen, fällt wohl mehr nur dem geübten Musiker leicht.
Aber vergleichen kann jeder. Darum hier zu den Tonlagen.
Dieses jedoch vorweg: es gibt Didges auf dem Markt, die erkennt man
erst auf dem zweiten oder dritten Blick als "Fälschung"
Eukalyptus
1. Farbe
Hiermit meine ich die Farbe des Holzes. In der Regel ist
Eukalyptus leicht rötlich bis braun, ähnlich unserer
Buche. Darunter gibt es aber wiederum Varianten mit Flecken
und/oder Streifen. Allerdings gibt wiederum auch andere Holzarten wie Jackfruit, welches man mit Eukalyptus leicht verwechseln kann.
2. Gewicht
Da Eukalyptus zu den Harthölzern gehört, ist es
verhältnismäßig schwer. Vergleichbar mit Eiche oder
Buche. Ein Didgeridoo von ca. 1,2 Metern mit einem
äußeren Durchmesser von etwa 7 - 8 cm wiegt ca. 3,5 kg.
Das hängt natürlich auch von der Wandstärke ab. Und gegenüber Bambus ist es am Gewicht leicht zu unterscheiden
3. Bemalung
Sich auf die Bemalung zu verlassen ist wohl nicht ratsam, denn
einen Pinsel kann fast jeder in der Hand halten. Und wer sich dazu
noch mit den Paintings der Ureinwohner Australiens auskennt, kann
diese schnell kopieren. Rituelle Farben sind jedoch schwarz,
weiß, ocker und braun. Seit Jahren werden Acrylfarben
benutzt. Oft kommt dann die Farbe rot und gelb hinzu. Aber wie
gesagt, die Farbe ist nicht entscheidend. Bruce Rogers, ein
weißer Australier, fertigt zum Beispiel Didgeridoos aus
Eukalyptus und nimmt keine Farben.
Fazit: es kommt nicht auf die Holzart an, denn der KLang entscheidet.
Was ist mit (Riesen-)Bärenklau?
(Klick mich an)
Bärenklau wird auch Herkulesstaude (Heracleum mantegazzianum
Somm. et Lev.) genannt. Beheimatet ist diese giftige Pflanze im
Kaukasus. Giftig ist die gesamte Pflanze, vor allem aber der Saft
in Verbindung mit UV-Strahlung. Das nennt sich dann foto-toxisch.
Also Vorsicht und langärmelige Kleidung tragen.
Blütezeit: Juli - September, im Oktober bis November beste
Schnittzeit.
Die dermalen Schäden ähneln denen von Verbrennungen 2.
und 3. Grades. Maßnahmen bei Berührungen: bis auf die
Wundversorgung, kann der betroffene nur symptomatisch behandelt
werden. Bei einer oralen Aufnahme des Giftes ist medizinische Kohle
zu verabreichen.
Der Schnitt des Stammes sollte mit einem möglichst scharfen
Messer oder einem neueren, feinen Sägeblatt erfolgen.
Möglichst Auffaserung verhindern, das führt sonst zu
späteren Rissen im trockenen Stamm. Hilfreich ist, wenn der
Stamm mittels festem Tesaband umwickelt wird und der Schnitt durch
das Tesa geht.
Lagerung mindestens 1 Jahr dunkel und trocken.
Danach ein Mundstück aus Bienenwachs aufformen. Wegen des
besseren Klanges den weichen Flaum von innen ausbürsten und
mit Bienenwachs durchgiessen.
Die Tonlagen
Die folgenden Mp3-Dateien entweder mit "Rechtsklick"-"Ziel
speichern unter..." downloaden oder einfach nur anhören.
| tiefes A |
gespielt auf einem HT-Rohr |
| A-# |
gespielt auf einem Bärenklau |
| B |
gespielt auf einem Bärenklau |
| C |
gespielt auf einem Euka-Didje |
| C-# |
gespielt auf meinem Selbstbau Ahorn |
| D |
gespielt auf einem Euka-Didje |
| D-# |
gespielt auf einem Selbstbau Ahorn |
| E |
gespielt auf einem PE-Rohr |
| F |
gespielt auf meiner neuesten Kreation, einer Birke |
| G |
gespielt auf einem HT-Rohr |
Speichelfluss
Viele die anfangen mit dem Didgeridoo-Spielen, haben ein mehr oder weniger großes Problem: sie leiden während das Spielens unter erhöhtem Speichelfluß. Er sammelt sich im Mundraum an, drängt sich zwischen die Lippen und wird mit in das Didje gepustet. Dann wird der Ton kurz unsauber oder bricht gar kurz ab. Diese erhöhte Speichelfluß kann verschiedene Ursachen haben, die da wären:
- Anregung der Speicheldrüsen durch hohen Ton des Didjes
oder viele Kaubewegungen während des Spielens
- kurz vor dem Spielen etwas gegessen oder getrunken
- leckere Düfte und daraus
- Hungergefühl
- Dämpfe aus dem Didge
Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, dass zu wenig Speichel im Mund ist, also ein zu trockener Mund das Problem wird. Der Grund hierfür kann sein:
- Aufregung vor z.B. einem Auftritt
- allgemein zu wenig getrunken oder
- das falsche getrunken
Sicher gibt es auch noch andere Faktoren, aber die oben genannten sind die häufigsten.
Kommen wir zur möglichen Klärung des 1. Problemes, zu viel Speichel.
Fall 1) Die hohen Vibrationen eines Didjes übertragen sich direkt auf die Lippen. Direkt dahinter liegen die Zähne und so wird der Ober- und Unterkiefer zur Schwingung angeregt. Dieses überträgt sich auf die Speicheldrüsen. Das kann diese zur Produktion anregen. Aber auch die um die Lippen liegenden Nerven und Meridiane können sich auf den Speichelfluß auswirken. Jetzt fragt man sich, wie das Problem lösen? Nun, veringert man den Anpressdruck des Mundstückes an die Lippen, verringert sich auch die Übertragung der Vibration. Nachteil: es muß die Lippenspannung erhöht werden. Für den Anfänger nicht ganz einfach, aber sinnvoller. Es verbessert sich nämlich das Speil dadurch, denn: die Lippen sind beweglicher und auch der Unterkifer kann freier bewegt werden.
Fall 2) Wer wenige Minuten vor dem Spiel noch etwas ist, muß sich nicht wundern, wenn der Speichelfluß erhöht ist. Speichel gehört zu den Verdauungssäften. Wenn etwas salziges oder süsses gegessen wird, verstärkt das noch die Speichelproduktion. Saures, z.B. eine Zitrone, ist ganz extrem. Darum: spätestens eine halbe Stunde vorher nichts essen. Es sei denn, man spielt gerne mit viel Speichel. Das ist nämlich bei manchem der Fall.
Fall 3) Wer schon mal Heißhunger hatte, kennt es: der leckere Duft eine saftigen Hähnchens oder der Duftschleier eines Döners verwöhnt die Nase! Nun, dieses Problem bekommt man nur bedingt in den Griff. Zuerst sollte man keinen Hunger mehr haben. Das vermindert zumindest die "Anfälligkeit" für das Verlockende. So haben wir auch den
Fall 4) abgehandelt. Am besten bei zu viel Speichelfluß spätestens eine halbe Stunde vorher essen. Wichtig dabei: den Mund noch mal gut ausspülen.
Fall 5) ist extremer. Es wird behauptet, dass eventuelle Dämpfe aus/von dem Didje über die Nase oder direkt in den Mund den Speichefluß anregen könnten. Wenn ich bedenke, das in so mancher Firnis auch Zitrusöle sind, kann ich mir das gut vorstellen. Wie es mit Lacken, z.B. Epoxyd-Lacke, aussieht, kann ich nicht beurteilen. Meine Didjes sind oftmals unbehandelt von innen. So können auch keine Dämpfe aufsteigen.
Hat man die Ursache erkannt, fällt es leicht das Symptom zu bekämpfen. Bis dahin muß man sehen, wie man den Speichel los wird. Hier gibt es grundlegende Methoden: man kann den Speichel ins Didje ablassen über z.B. einen Toot oder Schlucken. Das geht! Anstatt einmal einzuatmen, befördert man den Speichel bei aufgeblähten Wangen hinter die Zungenwurzel, nutzt nun die Wangenluft zur Erzeugung des Tones und schluckt. Mit etwas Übung geht das wie von selbst. Manche setzten auch kurz ab und schlucken dann.
Und bei zu wenig Speichel? Nun, hier der Versuch der Klärung bei
Fall 1) Wer kurz vor einem Auftritt ist, kennt dieses Problem. Es will einfach nichts in den Mund fließen. Manche denken dann an eine Zitrone, soll ja helfen. Manche stecken kurz vorher etwas Süßes in den Mund, z.B. einen Gummibären oder Weingummi. Das kann aber wieder zu zuviel Speichel führen. Mit der Zeit und der Häufigkeit der Auftritte legt sich dieses Problem der Aufregung meistens.
Es gibt auch den Fall 2), dass im allgemeinen zu wenig getrunken wird. Hat der Körper nicht ausreichend Flüssigkeit, kann auch nicht genug Speichel produziert werden. Also achtet man auf genug Flüssigkeit. Ist sowieso besser für den Körper bei Durstgefühl zu trinken.
Fall 3) Wer gerne und viel Kaffee trinkt, hat im allgemeinen geringeren Speichelfluß. Auch schwarzer Tee hat diese Wirkung. Daraus ergibt sich, den Konsum etwas einzuschränken. Zumindest vor dem Spielen.
Abschließend bleibt noch zu sagen, dass in den normalen Fällen der Speichelfluß mit der Zeit nachläßt, sich also normalisiert.
Kauftipps
Immer wieder kommt die Frage:"Worauf muss ich beim Neukauf achten?" Verständlich, denn wer selber nicht spielen kann oder kaum Erfahrungen hat, wird schnell mal über´s Ohr gehauen. Darum nun hier einige wenige Punkte, auf die jeder achten kann. Bei jedem Punkt ist es sinnvoll, wenn man Spielen kann oder jemanden kennt, der ein Didje spielt. Oder man kennt jemanden, der jemanden kennt, der... Okay.
Online-Kauf bei ebay
Immer beliebter wird der Online-Verkauf von Didjes bei ebay. Klar, hier ist ein großer Markt und das Didgeridoo boomt nach wie vor. Doch beim Kauf, denn laut Gesetz ist es keine Auktion (dieses Bedarf eines Auktionators) kennt man in aller Regel den Verkäufer nicht. Hier könnte man rechtzeitig eine Anfrage starten und eine Rückgabe vereinbaren bei Nichtgefallen. Ein ehrlicher Verkäufer gibt auch vor dem Kauf seinen Namen preis. Und auch noch wichtig bei eine Anfrage: klärt ab, ob das abgebildete Didgeridoo auch das ist, was man bekommen würde und ob ein angebotenes Soundfile zum entsprechenden Instrument gehört! Des öfteren habe ich schon Auktionen gesehen, wo ein und das selbe Soundfile zu mehreren Didjes angeboten wird. Sehr bedenklich. Achtet vor allem auf den Text. Aussagen wie Aboriginal-Art sagt gar nichts, außer: nach Art der Aboriginies. Es muss also nicht "echt" sein. Fragt auch nach dem Material. Echt australische Didgjes sind aus Eukalyptus und nicht aus Teak oder Bambus! Da man online meist nach "Augenschein" kauft, zählt dieser Punkt wohl am meisten. Sollte im Angebotstext nichts von Fehlern stehen und dann das Didje eintreffen, gleich im Beisein des Überbringers (Post, DPD, GP oder ähnliche) in Augenschein nehmen und auf Fehler untersuchen! Das können Risse, Kratzer oder anderes sein. Ein zerstörtes Bienenwachs-Mundstück ist nicht so tragisch. Und sollte trotz aller Vorsicht das entsprechende Teil nicht den Vorstellungen entsprechen: es gibt ja ebay.
Online-Kauf im Didje-Shop
Wer sich für ein bestimmtes Didje in einem der zahlreichen Didgjeridu-Shops interessiert, kann etwas sicherer sein. Hier greift auf jeden Fall das Fernabsatzgesetz, nachdem man ein Rückgaberecht von 14 Tagen hat. Und das ohne Angabe von Gründen! Hier muss man lediglich für das Rückporto aufkommen. Der Verkäufer ist auf jeden Fall "bekannt" und kann u.U. haftbar gemacht werden. Ich habe allerdings bisher noch nichts schlimmeres von einem der Verkäufer gehört, im Gegenteil. Seriöse Händler sind stets bedacht, ihre Kunden zuvorkommen zu behandeln. Und so ist es selbstversändlich, dass das abgebildete Didje auch das ist, was man bekommen würde. Und von den Soundfiles kann man das selbe verlangen.
Direkt-Kauf im Didje-Shop
Um sich in einem Geschäft ein Didje zu kaufen, sollte man schon einen soliden Grundton spielen können und/oder die Zirkularatmung beherrschen oder jemanden mitnehmen, der Didje spielen kann. Doch der Verkäufer kann das meistens auch. Jedoch hören zwei Kunden anders als der Verkäufer. Wichtig kann hier sein, ein Rückgaberecht auszuhandeln. Hier im Geschäft hat man aber zumindest vor der Bezahlung das gute Stück in der Hand und kann es sich auch mal zurückstellen lassen. Dann geht man den nächsten Tag noch mal hin (wenn nicht zu weit entfernt) und spielt es noch mal. Ganz entscheidend sollte hier der "Wohlklang" sein, sprich: wie wirkt der Ton auf mich, ist er angenehm für mein Ohr? Das Äußere sollte zweitrangig sein. Als Anfänger sucht man sich dann ein Didje mit gutem Gegendruck. Das ist ein subjektives Empfinden, wie wenig Luft man zum Spielen braucht. Darum ist eine vorhandene Zirkulatatmung schon wichtig. Es gilt hier: je länger ein Didje ist, desto weniger Gegendruck hat es. Das Mundstück muss wohlgeformt aussehen, nicht wie ein unförmiges, trockenes Gebilde aus etwas merkwürdigem. In der Regel besteht es aus Bienenwachs, seltener aus Sugar-bag, da es recht teuer ist. Sugar-bag ist selten und besteht aus einer Grundsubstanz (Propolis-Wachs) der Nester der australischen, schwarzen, stachellosen Honigbiene und zahlreichen Beigaben. Zum Teil ist das Mundstück auch direkt aus dem Holz gearbeitet, dann darf es nicht zu groß im Durchmesser sein (max. 32 mm).
Direkt-Kauf sonst wo
Hiermit meine ich zum Beispiel auf Messen, Flohmärkten, Handwerkermärkten oder auch privat. Auch hier gilt dann das, was beim Direkt-Kauf im Shop gilt. Solltet ihr selber noch nicht spielen können, dann nehmt einen guten Freund mit, der das Didje spielen und beurteilen kann. Verlasst euch nicht nur auf das Äußere, sondern mehr auf den Klang. Lasst euch Zeit beim Kauf, testet so viele Didjes wie nur möglich, denn die Auswahl ist oft sehr groß und es gibt viel Schrott auf dem Markt. Vereinbart eine Rückgabe, sollte das Didje doch nicht gefallen. Dieses wird zwar nicht einfach, denn der Verkäufer könnte meinen, ihr habt woanders ein besseres/günstigeres Didje gefunden. Aber man muss ja ohnehin nicht sofort kaufen und kann erst mal bei der Konkurrenz stöbern.

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