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Wer sich ein Didge gerne selber bauen möchte, der sucht zwangsläufig auch nach einem geeigneten Holz und der entsprechenden Bauanleitung. Eukalyptus ist in unseren Breitengraden nicht unbedingt zu finden und wenn, dann fehlen die Termiten.
Aber unsere heimischen Hözer sind ebenfalls bestens geeignet. Da aber nicht jeder Forstwirt gelernt und in der Biologie immer aufgepasst hat, will ich hier einige Hölzer beschreiben. Die Verkaufe dazu werden bestimmt helfen.

Welche Eigenschaften sollte ein Holz nun haben. Verglichen mit Eukalyptus ist eine entsprechende Härte von Vorteil und es sollte möglichst leicht zu bearbeiten sein. Aber das ist im Prinzip zweitrangig. Einen Ton bekommt man auch aus weichen Hölzern, welche sich naturgemäß leicht bearbeiten lassen.

Weiter ist vielleicht interessant zu wissen, ob das Holz abgelagert trocken oder frisch sein soll. Also: das Holz trocknet pro Jahr etwa 2 cm durch, d. h. ein Stamm mit 10 cm Durchmessern ist in etwa 2½ Jahren trocken. Es "härtet" in dieser Zeit durch. Die Gefahr, dass es reißt, ist groß. Ausserdem ist hartes Holz schwerer zu bearbeiten. Ist der Stamm aber trocken und nicht gerissen, reisst und verzieht er sich nach dem Ausarbeiten auch nicht. Aber wer will schon so lange auf ein Didje warten ?!
Alternativ zum trockenen Holz kann man "angetrockenes" Holz nehmen. Ich warte ca. 6 Monate damit, den Stamm zu sägen und zu bearbeiten. Der Vorteil ist, dass das Holz sich etwas leichter bearbeiten lässt. Der Nachteil: beide Hälften in der Sandwichbauweise müssen zügig bearbeitet werden. Warum? Da die äußere Schicht leicht trocken ist und der innere Teil nicht, treten Spannungsunterschiede auf. Folge ist: die Hälften können sich verdrehen. Ergo: die Teile passen nicht mehr zusammen!

Wie verhindert man das Reißen des Stammes ? Hierzu einige kleine Tips:
  • laß die Rinde am Stamm, das verhindert das vorzeitige austrocknen
  • besprühe den Stamm mit einem Wasserzerstäuber
  • lege den Stamm an eine dunkle und kühle Stelle
  • versiegel die Schnittstelle mit wasserfestem Holzleim, so "fließt" das Wasser nicht aus
  • wenn im freien lagernd, dann keine direkte Sonne
  • wenn möglich, ist ein luftiger Keller ideal
Aber: eine Garantie ist das nicht! Dafür belasse ich dann den Rohling immer mindestens 20 cm länger. So kann ich einen Riss abschneiden.

Natürlich sind auch andere Hölzer geeignet, besonders die der Obstbäume. Diese haben oft eine schöne Maserung, neigen aber zum Reissen.

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Folgende heimischen Holzarten eignen sich besonders:
Ahorn Ι Eiche Ι  Haselnuss Ι Robinie (Falsche Akazie) Ι Esche Ι Weissdorn
nach oben Ahornarten:

Feld-Ahorn
Acer campreste L.
Stamm:
Blatt:
Blüte:
Standort:
Verwendung:

Der Stamm Die Frucht Das Blatt

Spitz-Ahorn
Acer platanoides
Stamm: schlank und gerade. Schwärzliche, rippenförmige-feinrissige Borke am älteren Baum.
Blatt: gegenständig angeordnet, 5-läppig.
Blüte: gelblich, wachsen in aufrechten Doldentrauben.
Standort: kommt hauptsächlich im Norden Europas vor, Tiefland bis 1000 Meter.
Verwendung: Musikinstrumente und Möbelbau.

Der Stamm Das Blatt Der Wuchs

nach oben Eichenarten:


Trauben-Eiche
Quercus petraea
Stamm: bis in den Wipfel durchgehend, längsrippig und gelb-braun.
Blatt: oval, 5-7fach gelappt, mit 2-5 cm langem Stiel, oben dunkelgrün, unten graugrün
Blüte: männliche und weibliche auf einer Pflanze; gelblich bis 6 cm lang
Standort: auf leichte, warme Böden; in Mitteleuropa nicht so oft wie Stiel-Eiche, kaum in NordwestDeutschland vertreten
Verwendung: wie bei der Stiel-Eiche, doch leichter zu bearbeiten, für Furniere und zum Fassbau

Der Stamm Das Blatt


nach obenWeissdorn
Crataegus laevigata
Der Stamm: ist schuppig und mit 2 bis 3 cm langen Dornen besetzt. Manchmal ist er starkr eingekerbt und eignet sich erstklassig für Schalltrichter mit extremeren Formen.
Die Frucht: klein, leicht oval, ca. 8 bis 10 mm große Kugel mit Kern. Dunkel rot.
Das Blatt: die einzelnen Lappen sind ungleichmäßig gezahnt und haben 3 bis 7 Einbuchtungen. Das Blatt selber ist ca. 4 bis 7 cm lang und von dunkelgrüner Farbe.
Der Dorn: ist eigentlich ein Kurztrieb und sehr spitz. Beim Absägen des Stammes und der Äste empfehle ich Lederhandschuhe zu tragen!
Das Holz des Weissdorns hat eine sehr schöne dunkle Farbe und ist extrem hart und schwer. Ein Stamm von 160 cm und 15 cm Durchmesser kann locker 20 kg wiegen. Manchmal ist der Stamm leicht verdreht, was eine schöne Maserung ergibt.
Wächst er an einem Hang, wird daraus ein schön geschwungenes Didje.

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