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Thukeri

Eine Geschichte aus dem Süden Australiens, nahe des Sees Alexandrina. Sie gehört zu dem Clan der Ngarrindjerri.

Zwei Männer saßen in ihrem Kanu und befuhren den See, um zu fischen. Sie fuhren über den kühlen und erfrischenden See bis zu der Stelle, wo sie immer den besten Fang hatten. Der Fisch den sie fingen, hieß in ihrer Sprache "Thukeri".

Sie fanden eine gute Stelle unter hohem Schilf und warfen ihre Angelschnüre aus. Der Haken bestnd aus einem Vogelknochen. Die beiden Männer wussten, dass die Frauen Pflanzen sammelten, die sie mit dem Fisch essen wollten.
Thukeri, die BrasseDer Tag zog dahin und die beiden Männer fingen mehr und mehr fetten, köstlichen Fisch. Es war ein erfolgreicher Tag und sie hätten gerne noch mehr Fische gefangen, aber das Kanu warschon über voll. Sie paddelten wieder an Land und sahen plötzlich in der Ferne einen Fremden, der scheinbar auf sie zu kam. Sie dachten, was wäre, wenn der Fremde von ihrem Fisch haben wollte?
Sie waren beide gierig und beschlossen, nicht mit dem Fremden zu teilen. So versteckten sie schnell den Fisch unter einer geflochtenen Matte. Als der Fremde sie nun erreichte, sagte er: "Hallo Brüder, ich habe heute noch nichts gegessen. Habt ihr etwas Fisch für mich?"

Die beiden Männer sahen sich an und auf die Matte. Da sagte einer der beiden: "Heute war ein schlechter Tag und wir haben nur wenig gefangen. Und unsere Familien sind abhängig von uns und wir müssen ihnen diesen wenigen Fisch bringen. Tut uns leid, aber wir haben nichts für dich."

Der Fremde dreht sich um und ging fort. Plötzlich blieb er stehen, drehte sich um und sagte: "Ich weiß, dass ihr gelogen habt und genug Fisch habt. Ihr seid so gierig, aber ihr werdet den Fisch niemals genießen können!"

Die beiden Männer waren verwirrt und sahen dem Fremden hinterher. Sie zuckten mit den Schulter und fingen dann an, den Fisch auszunehmen. Da entdeckten sie plötzlich, dass der Fisch voller scharfer Gräten war und so ungenießbar war. "Was können wir tun? Wir können den Fisch nicht mit nehmen, unsere Familien werden daran ersticken!", sagte einer der beiden. Die beiden Männer gingen heim und zeigten voller Scham den Fisch mit all den Gräten.
Die Alten erzählten den beiden, dass der Fremde in Wirklichkeit der große Geist Ngurunderi. Von da an waren die Menschen des Clans der Ngarrindjeri bestraft.

Und immer, wenn die Menschen dort am See diesen Fisch fangen, werden sie an das falsche Verhalten der beiden Brüder erinnert.